Jesaja 22 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Jesaja 22
1Dies ist die Last uber das Schautal: Was ist denn euch, daß ihr alle so auf die Dacher laufet?
2Du warest voll Getones, eine Stadt voll Volks, eine frohliche Stadt. Deine Erschlagenen sind nicht mit dem Schwert erschlagen und nicht im Streit gestorben,
3sondern alle deine Hauptleute sind vordem Bogen weggewichen und gefangen; alle, die man in dirfunden hat, sind gefangen und fern geflohen.
4Darum sage ich: Hebt euch von mir, laßt mich bitterlich weinen; mühet euch nicht, mich zu trosten itber der Verstorung der Tochter meines Volks!
5Denn es ist ein Tag des Getummels und der Zertretung und Verwirrung vom Herm HERRN Zebaoth im Schautal um des Untergrabens willen der Mauern und des Geschreies am Berge.
6Denn Elam fahret daher mit Kocher, Wagen, Leuten und Reitern, und Kir glanzet daher mit Schilden.
7Und wird geschehen, daß deine auserwahlten Tale werden voll Wagen sein, und Reiter werden sich lagern vor, die Tore.
8Da wird der Vorhang Judas aufgedeckt werden, dad man schauen wird zu der Zeit den Zeug im Hause des Waldes.
9Und werdet der Risse an der Stadt Davids viel sehen und werdet das Wasser im unteren Teich sammeln mussen.
10Ihr werdet auch die Hauser zu Jerusalem zahlen; ja, ihr werdet die Hauser abbrechen, die Mauern zu befestigen.
11Und werdet einen Graben machen zwischen beiden Mauern vom Wasser des alten Teichs. Noch sehet ihr nicht auf den, der solches tut, und schauet nicht auf den, der solches schaffet von feme her.
12Darum wird der Herr HERR Zebaoth zu der Zeit rufen lassen, dafi man weine und klage und sich beschere und Sacke anziehe.
13Wiewohl jetzt, siehe, ist's eitel Freude und Wonne, Ochsen wurgen, Schafe schlachten, Fleisch essen, Wein trinken (und sprechet): Lafit uns essen und trinken, wir sterben doch morgen!
14Solches ist vor den Ohren des HERRN Zebaoth offenbar. Was gilt's, ob euch diese Missetat soil vergeben werden, bis ihr sterbet? spricht der Herr HERR Zebaoth.
15So spricht der Herr HERR Zebaoth: Gehe hinein zum Schatzmeister Sebna, dem Hofmeister, und sprich zu ihm:
16Was hast du hie? Wem gehorest du an, daß du dir ein Grab hie hauen lassest, als der sein Grab in der Hohe hauen laftt, und als der seine Wohnung in den Felsen machen lafit?
17Siehe, der HERR wird dich wegwerfen, wie ein Starker einen wegwirft, und dich zuscharren,
18und wird dich umtreiben wie eine Kugel auf weitem Lande; daselbst wirst du sterben, daselbst werden deine kostlichen Wagen bleiben mit Schmach des Hauses deines HERRN.
19Und ich will dich von deinem Stande sturzen und von deinem Amt will ich dich setzen.
20Und zu der Zeit will ich rufen meinem Knecht Eliakim, dem Sohn Hilkias,
21und will ihm deinen Rockanziehen und mit deinem Gürtel gurten und deine Gewalt in seine Hand geben, dafi er Vater sei derer, die zu Jerusalem wohnen, und des Hauses Juda.
22Und will die Schlussel zum Hause David auf seine Schulter legen, dafi er auftue und niemand zuschliefte, daß erzuschliefte und niemand auftue.
23Und will ihn zum Nagel stecken an einen festen Ort, und soil haben den Stuhl der Ehren in seines Vaters Hause,
24daß man an ihn hange alle Herrlichkeit seines Vaters Hauses; Kind und Kindeskinder, alle kleinen Gerate, beide, Trinkgefafte und allerlei Saitenspiel.
25Zu der Zeit, spricht der HERR Zebaoth, soil der Nagel weggenommen werden, der am festen Ort steckt, daß er zerbreche und falle und seine Last umkomme. Denn der HERR sagt es.
Jesaja 22
1Ausspruch über das Tal der Gesichte. Was ist dir denn, daß du insgesamt auf die Dächer gestiegen bist?
2O getümmelvolle, lärmende Stadt, du frohlockende Stadt, deine Erschlagenen sind nicht vom Schwert Erschlagene und nicht in der Schlacht Getötete!
3Alle deine Oberen, flüchtend allzumal, wurden ohne Bogen gefesselt; alle in dir Gefundenen wurden miteinander gefesselt, fernhin wollten sie fliehen.
4Darum sage ich: Schauet von mir weg, daß ich bitterlich weine; dringet nicht in mich, um mich zu trösten über die Zerstörung der Tochter meines Volkes!
5Denn es ist ein Tag der Bestürzung und der Zertretung und der Verwirrung vom Herrn, Jehova der Heerscharen, im Tal der Gesichte, ein Tag, der Mauern zertrümmert; und Wehgeschrei hallt nach dem Gebirge hin.
6Und Elam trägt den Köcher, mit bemannten Wagen und mit Reitern; und Kir entblößt den Schild.
7Und es wird geschehen, deine auserlesenen Täler werden voll Wagen sein, und die Reiter nehmen Stellung gegen das Tor. -
8Und er deckt den Schleier auf von Juda, und du blickst an jenem Tage nach den Waffen des Waldhauses.
9Und ihr sehet die Risse der Stadt Davids, daß ihrer viele sind; und ihr sammelt die Wasser des unteren Teiches;
10und ihr zählet die Häuser von Jerusalem und brechet die Häuser ab, um die Mauer zu befestigen;
11und ihr machet einen Behälter zwischen den beiden Mauern für die Wasser des alten Teiches. Aber ihr blicket nicht auf den, der es getan, und sehet den nicht an, der von fernher es gebildet hat. -
12Und es ruft der Herr, Jehova der Heerscharen, an jenem Tage zum Weinen und zur Wehklage, und zum Haarscheren und zur Sackumgürtung.
13Aber siehe, Wonne und Freude, Rinderwürgen und Schafeschlachten, Fleischessen und Weintrinken: "Laßt uns essen und trinken, denn morgen sterben wir!"
14Und Jehova der Heerscharen hat sich meinen Ohren geoffenbart: Wenn euch diese Missetat vergeben wird, bis ihr sterbet! spricht der Herr, Jehova der Heerscharen.
15So sprach der Herr, Jehova der Heerscharen: Auf! gehe zu diesem Verwalter da, zu Schebna, der über das Haus ist, und sprich:
16Was hast du hier, und wen hast du hier, daß du dir hier ein Grab aushaust? du, der sein Grab aushaut auf der Höhe, sich eine Wohnung im Felsen gräbt?
17Siehe, Jehova wird dich weithin wegschleudern mit Manneswurf; und er wird dich zusammenwickeln,
18zu einem Knäuel wird er dich fest zusammenrollen, wie einen Ball dich wegschleudern in ein geräumiges Land. Dort sollst du sterben, und dorthin sollen deine Prachtwagen kommen, du Schande des Hauses deines Herrn!
19Und ich werde dich von deinem Posten hinwegstoßen, und von deinem Standorte wird er dich herunterreißen. -
20Und es wird geschehen an jenem Tage, da werde ich meinen Knecht Eljakim rufen, den Sohn Hilkijas.
21Und ich werde ihn mit deinem Leibrock bekleiden und ihm deinen Gürtel fest umbinden, und werde deine Herrschaft in seine Hand legen; und er wird den Bewohnern von Jerusalem und dem Hause Juda zum Vater sein.
22Und ich werde den Schlüssel des Hauses Davids auf seine Schulter legen; und er wird öffnen, und niemand wird schließen, und er wird schließen, und niemand wird öffnen.
23Und ich werde ihn als Pflock einschlagen an einen festen Ort; und er wird seinem Vaterhause zum Throne der Ehre sein.
24Und man wird an ihn hängen die gesamte Herrlichkeit seines Vaterhauses: die Sprößlinge und die Seitenschosse, alle kleinen Gefäße, von den Beckengefäßen bis zu allen Kruggefäßen. -
25An jenem Tage, spricht Jehova der Heerscharen, wird der Pflock weichen, der eingeschlagen war an einem festen Orte, und er wird abgehauen werden und fallen; und die Last, die er trug, wird zu Grunde gehen; denn Jehova der Heerscharen hat geredet.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Jesaja 22
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Jesaja 22 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Jesaja 22:16
"Was hast du hie? Wem gehorest du an, daß du dir ein Grab hie hauen lassest, als der sein Grab in der Hohe hauen laftt, und als der seine Wohnung in den Felsen machen lafit?"
"Was hast du hier, und wen hast du hier, daß du dir hier ein Grab aushaust? du, der sein Grab aushaut auf der Höhe, sich eine Wohnung im Felsen gräbt?"
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