Apostelgeschichte 19 Vergleich: Luther 1912 vs Elberfelder 1871
Apostelgeschichte 19
1Es geschah aber, da Apollos zu Korinth war, daß Paulus durchwandelte die obern Lander und kam gen Ephesus und fand etliche Junger.
2Zu denen sprach er: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, da ihr glaubig worden seid? Sie sprachen zu ihm: Wir haben auch nie gehort, ob ein Heiliger Geist sei.
3Und er sprach zu ihnen: Worauf seid ihr denn getauft? Sie sprachen: Auf die Taufe des Johannes.
4Paulus aber sprach: Johannes hat getauft mit der Taufe der Buüe und sagte dem Volk, daü sie sollten glauben an den, der nach ihm kommen sollte, das ist, an Jesum, daü der Christus sei.
5Da sie das horeten, lielien sie sich taufen auf den Namen des Herrn Jesu.
6Und da Paulus die Hande auf sie legete, kam der Heilige Geist auf sie und redeten mit Zungen und weissageten.
7Und aller der Manner waren bei zwolfen.
8Er ging aber in die Schule und predigte frei drei Monden lang, lehrete und beredete sie von dem Reich Gottes.
9Da aber etliche verstockt waren und nicht glaubten und ubel redeten von dem Wege vor der Menge, wich er von ihnen und sonderte ab die Junger und redete taglich in der Schule eines, der hiefi Tyrannus.
10Und dasselbige geschah zwei Jahre lang, also daß alle, die in Asien wohneten, das Wort des Herrn Jesu horeten, beide, Juden und Griechen.
11Und Gottwirkete nicht geringe Taten durch die Hande des Paulus,
12also daß sie auch von seiner Haut die Schweilituchlein und Koller über die Kranken hielten, und die Seuchen von ihnen wichen, und die bosen Geister von ihnen ausfuhren.
13Es unterwanden sich aber etliche der umlaufenden Juden, die da Beschworer waren, den Namen des Herrn Jesu zu nennen uber die da bose Geister hatten, und sprachen: Wir beschworen euch bei Jesu, den Paulus prediget.
14Es waren ihrer aber sieben Sohne eines Juden, Skeva, des Hohenpriesters, die solches taten.
15Aber der bose Geist antwortete und sprach: Jesum kenne ich wohl, und Paulus weili ich wohl; wer seid ihr aber?
16Und der Mensch, in dem der bose Geist war, sprang auf sie und ward ihrer machtig und warf sie unter sich, also daß sie nackend und verwundet aus demselbigen Hause entflohen.
17Dasselbige aber ward kund alien, die zu Ephesus wohneten, beide, Juden und Griechen; und fiel eine Furcht uber sie alle, und der Name des Herrn Jesu ward hochgelobet.
18Es kamen auch viel derer, die glaubig waren worden, und bekannten und verkundigten, was sie ausgerichtet hatten.
19Viele aber, die da vorwitzige Kunst getrieben hatten, brachten die Bucher zusammen und verbrannten sie offentlich und uberrechneten, was sie wert waren, und fanden des Geldes fünfzigtausend Groschen.
20Also machtig wuchs das Wort des Herrn und nahm uberhand.
21Da das ausgerichtet war, setzte sich Paulus vor im Geiste, durch Mazedonien und Achaja zu reisen und gen Jerusalem zu wandeln, und sprach: Nach dem, wenn ich daselbst gewesen bin, muli ich auch Rom sehen.
22Und sandte zwei, die ihm dieneten, Timotheus und Erastus, nach Mazedonien; eraber verzog eine Weile in Asien.
23Es erhub sich aber urn dieselbige Zeit eine nicht kleine Bewegung uber diesem Wege.
24Denn einer mit Namen Demetrius, ein Goldschmied, der machte der Diana silberne Tempel und wandte denen vom Handwerk nicht geringen Gewinst zu.
25Dieselbigen versammelte er und die Beiarbeiter desselbigen Handwerks und sprach: Liebe Manner, ihr wisset, daß wir grolien Zugang von diesem Handel haben.
26Und ihr sehet und horet, daß nicht allein zu Ephesus, sondern auch fast in ganz Asien dieser Paulus viel Volks abfallig macht, uberredet und spricht: Es sind nicht Gotter, welche von Handen gemacht sind.
27Aber es will nicht allein unserm Handel dahin geraten, daß er nichts gelte, sondern auch der Tempel der grolien Gottin Diana wird fur nichts geachtet, und wird dazu ihre Majestat untergehen, welcher doch ganz Asien und der Weltkreis Gottesdienst erzeiget.
28Als sie das horeten, wurden sie voll Zorns, schrieen und sprachen: Groli ist die Diana der Epheser!
29Und die ganze Stadtward voll Getummels. Sie sturmeten aber einmutiglich zu dem Schauplatz und ergriffen Gajus und Aristarchus aus Mazedonien, des Paulus Gefahrten.
30Da aber Paulus wollte unter das Volk gehen, lielien's ihm die Junger nicht zu.
31Auch etliche der Obersten in Asien, die des Paulus gute Freunde waren, sandten zu ihm und ermahneten ihn, daß ersich nicht begabe auf den Schauplatz.
32Etliche schrieen so, etliche ein anderes, und war die Gemeinde irre, und die meisten wuliten nicht, warum sie zusammenkommen waren.
33Etliche aber vom Volk zogen Alexander hervor, da ihn die Juden hervorstielien. Alexander aber winkete mit der Hand und wollte sich vor dem Volk verantworten.
34Da sie aber innewurden, daß er ein Jude war, erhub sich eine Stimme von alien und schrieen bei zwo Stunden: Groli ist die Diana der Epheser!
35Da aber der Kanzler das Volk gestillet hatte, sprach er: Ihr Manner von Ephesus, welcher Mensch ist, der nicht wisse, daß die Stadt Ephesus sei eine Pflegerin der grolien Gottin Diana und des himmlischen Bildes?
36Weil nun das unwidersprechlich ist, so sollt ihr ja stille sein und nichts Unbedachtiges handeln.
37Ihr habt diese Menschen hergefuhret, die weder Kirchenrauber noch Lasterer eurer Gottin sind.
38Hat aber Demetrius, und die mit ihm sind vom Handwerk, an jemand einen Anspruch, so halt man Gericht, und sind Landvogte da; lasset sie sich untereinander verklagen.
39Wollet ihr aber etwas anderes handeln, so mag man es ausrichten in einer ordentlichen Gemeinde.
40Denn wir stehen in der Gefahr, daß wir urn diese heutige Emporung verklaget mochten werden, und doch keine Sache vorhanden ist, damit wir uns solches Aufruhrs entschuldigen mochten. Und da er solches gesagt, lieli erdie Gemeinde gehen.
Apostelgeschichte 19
1Es geschah aber, während Apollos in Korinth war, daß Paulus, nachdem er die oberen Gegenden durchzogen hatte, nach Ephesus kam. Und er fand etliche Jünger
2und sprach zu ihnen: Habt ihr den Heiligen Geist empfangen, nachdem ihr gläubig geworden seid? Sie aber sprachen zu ihm: Wir haben nicht einmal gehört, ob der Heilige Geist da ist.
3Und er sprach: Worauf seid ihr denn getauft worden? Sie aber sagten: Auf die Taufe Johannes.
4Paulus aber sprach: Johannes hat mit der Taufe der Buße getauft, indem er dem Volke sagte, daß sie an den glauben sollten, der nach ihm käme, das ist an Jesum.
5Als sie es aber gehört hatten, wurden sie auf den Namen des Herrn Jesus getauft;
6und als Paulus ihnen die Hände aufgelegt hatte, kam der Heilige Geist auf sie, und sie redeten in Sprachen und weissagten.
7Es waren aber insgesamt etwa zwölf Männer.
8Er ging aber in die Synagoge und sprach freimütig drei Monate lang, indem er sich unterredete und sie von den Dingen des Reiches Gottes überzeugte.
9Als aber etliche sich verhärteten und nicht glaubten und vor der Menge übel redeten von dem Wege, trennte er sich von ihnen und sonderte die Jünger ab, indem er sich täglich in der Schule des Tyrannus unterredete.
10Dies aber geschah zwei Jahre lang, so daß alle, die in Asien wohnten, sowohl Juden als Griechen, das Wort des Herrn hörten.
11Und nicht gemeine Wunderwerke tat Gott durch die Hände des Paulus,
12so daß man sogar Schweißtücher oder Schürzen von seinem Leibe weg auf die Kranken legte, und die Krankheiten von ihnen wichen und die bösen Geister ausfuhren.
13Aber auch etliche von den umherziehenden jüdischen Beschwörern unternahmen es, über die, welche böse Geister hatten, den Namen des Herrn Jesus auszurufen, indem sie sagten: Ich beschwöre euch bei dem Jesus, welchen Paulus predigt!
14Es waren aber gewisse Söhne eines jüdischen Hohenpriesters Skeva, ihrer sieben, die dies taten.
15Der böse Geist aber antwortete und sprach zu ihnen: Jesum kenne ich, und von Paulus weiß ich; aber ihr, wer seid ihr?
16Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie los und bemeisterte sich beider und überwältigte sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen.
17Dies aber wurde allen bekannt, sowohl Juden als Griechen, die zu Ephesus wohnten; und Furcht fiel auf sie alle, und der Name des Herrn Jesus wurde erhoben.
18Viele aber von denen, die gläubig geworden waren, kamen und bekannten und verkündigten ihre Taten.
19Viele aber von denen, welche vorwitzige Künste getrieben hatten, trugen die Bücher zusammen und verbrannten sie vor allen; und sie berechneten den Wert derselben und fanden ihn zu fünfzigtausend Stück Silber.
20Also wuchs das Wort des Herrn mit Macht und nahm überhand.
21Als dies aber erfüllt war, setzte sich Paulus in seinem Geiste vor, nachdem er Macedonien und Achaja durchzogen habe, nach Jerusalem zu reisen, und sprach: Nachdem ich dort gewesen bin, muß ich auch Rom sehen.
22Er sandte aber zwei von denen, die ihm dienten, Timotheus und Erastus, nach Macedonien, und er selbst verweilte eine Zeitlang in Asien.
23Es entstand aber um jene Zeit ein nicht geringer Lärm betreffs des Weges.
24Denn ein Gewisser, mit Namen Demetrius, ein Silberschmied, der silberne Tempel der Artemis machte, verschaffte den Künstlern nicht geringen Erwerb;
25und nachdem er diese samt den Arbeitern derartiger Dinge versammelt hatte, sprach er: Männer, ihr wisset, daß aus diesem Erwerb unser Wohlstand ist;
26und ihr sehet und höret, daß dieser Paulus nicht allein von Ephesus, sondern beinahe von ganz Asien eine große Volksmenge überredet und abgewandt hat, indem er sagt, daß das keine Götter seien, die mit Händen gemacht werden.
27Nicht allein aber ist für uns Gefahr, daß dieses Geschäft in Verachtung komme, sondern auch, daß der Tempel der großen Göttin Artemis für nichts geachtet und auch ihre Majestät, welche ganz Asien und der Erdkreis verehrt, vernichtet werde.
28Als sie aber das hörten und voll Wut wurden, schrieen sie und sagten: Groß ist die Artemis der Epheser!
29Und die ganze Stadt geriet in Verwirrung; und sie stürmten einmütig nach dem Theater, indem sie die Macedonier Gajus und Aristarchus, die Reisegefährten des Paulus, mit fortrissen.
30Als aber Paulus unter das Volk gehen wollte, ließen die Jünger es ihm nicht zu.
31Und auch etliche der Asiarchen, die seine Freunde waren, sandten zu ihm und baten ihn, sich nicht nach dem Theater zu begeben.
32Die einen nun schrieen dieses, die anderen jenes; denn die Versammlung war in Verwirrung, und die meisten wußten nicht, weshalb sie zusammengekommen waren.
33Sie zogen aber Alexander aus der Volksmenge hervor, indem die Juden ihn hervorstießen. Alexander aber winkte mit der Hand und wollte sich vor dem Volke verantworten.
34Als sie aber erkannten, daß er ein Jude war, erhob sich eine Stimme aus aller Mund, und sie schrieen bei zwei Stunden: Groß ist die Artemis der Epheser!
35Als aber der Stadtschreiber die Volksmenge beruhigt hatte, spricht er: Männer von Ephesus, welcher Mensch ist denn, der nicht wisse, daß die Stadt der Epheser eine Tempelpflegerin der großen Artemis und des vom Himmel gefallenen Bildes ist?
36Da nun dieses unwidersprechlich ist, so geziemt es euch, ruhig zu sein und nichts Übereiltes zu tun.
37Denn ihr habt diese Männer hergeführt, die weder Tempelräuber sind, noch eure Göttin lästern.
38Wenn nun Demetrius und die Künstler mit ihm wider jemanden eine Sache haben, so werden Gerichtstage gehalten, und es sind Statthalter da; laßt sie sich einander verklagen.
39Wenn ihr aber wegen anderer Dinge ein Gesuch habt, so wird es in der gesetzlichen Versammlung erledigt werden.
40Denn wir sind auch in Gefahr, wegen heute des Aufruhrs angeklagt zu werden, indem es keine Ursache gibt, weswegen wir uns über diesen Auflauf werden verantworten können.
41Und als er dies gesagt hatte, entließ er die Versammlung.
Verständnis von Luther 1912 vs Elberfelder 1871 in Apostelgeschichte 19
Luther 1912 (GerBoLut)
Martin Luthers historische Übersetzung (Revision 1912).
Elberfelder 1871
Wörtliche Übersetzung von Darby-Schülern, bekannt für ihre Texttreue zum Grundtext.
Sie sehen einen direkten Vergleich von Apostelgeschichte 19 in der Luther 1912 und Elberfelder 1871. Der Vergleich dieser Versionen hilft, die Nuancen des Originaltextes besser zu verstehen.
Schlüsselvergleich: Apostelgeschichte 19:16
"Und der Mensch, in dem der bose Geist war, sprang auf sie und ward ihrer machtig und warf sie unter sich, also daß sie nackend und verwundet aus demselbigen Hause entflohen."
"Und der Mensch, in welchem der böse Geist war, sprang auf sie los und bemeisterte sich beider und überwältigte sie, so daß sie nackt und verwundet aus jenem Hause entflohen."
trending_upBeliebte Vergleiche
1. Mose 1
Johannes 3
Psalmen 23
Römer 8
Matthäus 5
Offenbarung 1
Jesaja 53
Sprüche 3





